Pressemitteilung:

  • Berlin/Essen, 26. Oktober 2012

Menschen mit Handicap im Deutschen Bundestag


Am heutigen Freitag und morgigen Samstag sind auf Einladung aller Fraktionen insgesamt 299 Menschen mit Behinderung im Deutschen Bundestag zu Gast, um mit Abgeordneten und Regierungsvertretern über verschiedenste behindertenpolitische Themen zu debattieren und über die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu sprechen.

„Ich freue mich sehr, dass der Deutsche Bundestag damit einen bedeutenden Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland macht und im Dialog auf das besondere Wissen der ‚Expertinnen und Experten in eigener Sache‘ zurückgreift“, erklärt Petra Hinz, MdB.

In zahlreichen Arbeitsgruppen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die parlamentarischen Prozesse des Bundestages. In gemeinsamer Arbeit sollen konkrete Probleme besprochen, Vorschläge erarbeitet und die Ergebnisse am Schluss zu Handlungsempfehlungen für das Parlament zusammengeführt werden. Die Veranstaltung wird von einem bunten Rahmenprogramm mit Führungen durch die Liegenschaften des Bundestages, mit Rundgängen durch die Ausstellung „Gestaltung für alle“ und die Foto-Dokumentation „Deutscher Bundestag barrierefrei“, sowie mit gemeinsamen Mittag- und Abendessen abgerundet.

„Menschen mit Behinderung haben das Recht, an allen gesellschaftlichen Prozessen gleichberechtigt teilzuhaben. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass dies nicht nur auf dem Papier steht, sondern zukünftig auch in der Praxis konsequent umgesetzt wird“, fordert Petra Hinz, MdB.

In diesem Zusammenhang sei auch auf ein beeindruckendes Projekt der Comenius-Förderschule Essen hingewiesen. Die 120 Schülerinnen und Schüler erhielten die Möglichkeit, sich unter Anleitung eines professionellen Fotografen in einem mobilen Fotostudio in der Schule selbst zu porträtieren und anschließend ihr eigenes Motiv auszuwählen. Die ganz besonderen Ergebnisse wurden unter dem Titel „Ich bin ich! – Ich zeige mich, wie ich bin“ in einem Buch und in einer Ausstellung festgehalten. Nachdem die Selbstporträts zwei Wochen lang in der Schule zu besichtigen waren, sind jetzt weitere öffentliche Ausstellungen an Orten außerhalb der Schule geplant.

Für Rückfragen zu der Ausstellung stehe ich Ihnen gern unter der Rufnummer 030 – 227 79 000 zur Verfügung.