Pressemitteilung:

  • 17. Oktober 2012

Armut in Essen: Nur gezielte Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit hilft

„Die Zahlen aus dem Armutsbericht für Essen sind erschreckend, zeigen aber sehr deutlich, dass mehr Geld in die berufliche Wiedereingliederung fließen muss“, erklärt Karla Brennecke-Roos, Vorsitzende des Arbeits- und Sozialausschusses. Die SPD-Fraktion begrüßt ausdrücklich die Ankündigung von Arbeitsminister Schneider, hier ein Landesprogramm aufzulegen. „Gezielte Unterstützung des Landes wäre mehr als hilfreich. Mindestens ebenso wichtig ist aber, dass der Bund endlich einsieht, dass es bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit kein Sparpotential gibt“, führt Dirk Heidenblut, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion aus.

Für die SPD ist völlig unverständlich, weshalb CDU und FDP in Berlin die Städte hier komplett hängen lassen. Gerade in Essen gibt es viele gute Ansätze für wirksame Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit, die durch massive Mittelkürzungen in Millionenhöhe aber ständig gefährdet sind. „Es ist doch völlig widersinnig, bei steigender Langzeitarbeitslosigkeit genau hier im Bundesministerium für Arbeit die Sparschraube anzusetzen. Damit werden Menschen in Armut allein gelassen und zugleich die Städte handlungsunfähig“, so Dirk Heidenblut weiter.

Der jugendpolitische Sprecher der Fraktion, Frank Müller, legt nach: „Besonders perfide wird dies bei den Jugendlichen im Hartz IV-Bezug. Hier muss jede Möglichkeit genutzt werden, um diesen Chancen zu sichern. Nur so kann dauerhafte Armut vermieden werden.“ Die SPD Fraktion wird sich weiterhin mit den Einflussmöglichkeiten der Stadt, die auch durch die Optionskommune verbessert wurden, für eine gezielte Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit einsetzen, erwartet aber von Land und Bund dazu klare Unterstützung.